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Haartransplantation als Alternative: Was leistet die OP wirklich?

Schönheitsoperationen sind längst nicht mehr ein Privileg für Prominente und Stars. Faltenlifting hier, Fettabsaugen da. Auch Haartransplantationen gehören zu den alltäglichen Operationen in Schönheitskliniken. Aber können diese OPs grundsätzlich ihr Versprechen halten? Wann ist eine Transplantation empfehlenswert und welche Risiken können auftreten?

Umverteilung statt Vermehrung

Ja, eine Haartransplantation kann wirkungsvoll Geheimratsecken oder Halbglatzen verdecken. Nein, nach einer Haartransplantation haben Sie nicht plötzlich mehr Haare auf dem Kopf. Das Rezept heißt Umverteilung.

Der Chirurg entfernt an Stellen mit noch möglichst dichtem Haarwuchs die Haarfollikel, um sie anschließend an den Problemzonen wieder einzusetzen. Unterm Strich haben Sie nach der Prozedur genauso viele Haare wie vorher auf dem Kopf – sie sind nur für das Gesamtbild optimaler verteilt!

Für die Entnahme der Haare gibt es zwei gängige Methoden:

  • die FUE-Technik (Follicular Unit Extraction)
    Bei dieser Technik werden einzelne Haarfollikel mittels einer Hohlnadel entfernt und an der kahlen Stelle wieder eingesetzt. Es bleiben durch die Entnahme nur minimale Narben zurück, allerdings dauert dieses Verfahren sehr lange und ist extrem aufwendig. Dies schlägt sich in den hohen Kosten nieder.
  • die Streifentechnik
    Für die Streifentechnik werden - meist am Hinterkopf – mehrere Zentimeter lange Streifen Haut mit Haaren entnommen. Unterm Mikroskop erfolgt anschließend eine Zerlegung des Streifens in Mikrografts mit 1 bis 2 Haarfollikeln und Minigrafts mit bis zu 5 Follikeln. Diese werden dann in kleine Löcher in die kahlen Kopfpartien eingepflanzt. Die Narbe für die Haarentnahme ist deutlich größer als bei der FUE-Technik, dafür beansprucht die Operation weniger Zeit und ist somit erheblich kostengünstiger.

Transplantation für jedermann?

Haarausfall ist nicht gleich Haarausfall sondern kann die unterschiedlichsten Ursachen haben. Vor dem Gang zur Schönheitsklinik sollten Sie daher auf alle Fälle einen Dermatologen aufsuchen, um die Ursache des Haarausfalls abklären zu lassen. Zum einen kann es sein, dass nach Beseitigung des Auslösers die Haare wieder von ganz alleine sprießen, zum anderen können Krankheiten wie Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall), Diabetes, Fehlfunktionen der Schilddrüse, Hormonstörungen oder Infektionskrankheiten wie z.B. die Gürtelrose hinter plötzlichem Haarausfall stecken. In diesen Fällen ist der Haarausfall kein optisches Problem sondern ein Hinweis auf eine Erkrankung, die dringend behandelt werden muss, um weitreichende Gesundheitsrisiken in Grenzen zu halten.

Lediglich bei dem erblich bedingten Haarausfall – der androgenetischen Alopezie – ist eine Verpflanzung der Haarfollikel wirklich sinnvoll, da hier ein langfristiger Erfolg eintreten kann. In den anderen Fällen garantiert ein Anwachsen der verpflanzten Haare kein neues Wachstum.

Schönheits-OP mit Risiken

Wie jede (Schönheits-)OP ist auch eine Haartransplantation nicht ohne Risiken.

  • Unverträglichkeiten der Narkose
  • Verzögerung der Wundheilung
  • Infektionen
  • Nachblutungen
  • Narbenbildung
  • Beeinträchtigung des Nervensystems in der Kopfhaut

Seriöse Kliniken werden Sie über jegliche Risiken aufklären, den Operationsverlauf mit Ihnen besprechen und Ihnen Anleitungen für eine optimale Vorsorge und Nachbereitung geben.

Je nach Operationsmethode kann die Transplantation bis zu mehrere Tage in Anspruch nehmen. Nach Abschluss der OP bleiben Sie in der Regel in stationärer Überwachung, bevor Sie nach Hause entlassen werden.

Wundschmerzen im Entnahmebereich, Schwellungen im Stirn- und Augenbereich sowie Reizungen im Implantationsgebiet sind häufige Nachwirkungen dieser Operation. Nach einigen Tagen sollten diese Beschwerden allerdings überwunden sein. Für einen optimalen Wundheilungsprozess ist Schonung in den ersten Tagen angesagt. Außerdem wird in der Regel ein Antibiotikum verschrieben, um Infektionen vorzubeugen.

Warten auf den Erfolg

Wer davon ausgeht, bereits kurz nach der Haartransplantation mit neuer Fülle auf dem Kopf zu punkten, wird enttäuscht sein: Bis zum endgültigen Ergebnis vergehen sechs bis zwölf Monate!

In den ersten Wochen stoßen die eingesetzten Grafts die Haarfollikel sogar ab – die Haare fallen aus. Aufgrund der Unterbrechung der Sauerstoffzufuhr für die Follikel während der OP ist dies eine normale Reaktion. Erst nach dem Abstoßen der alten Haare fangen die neuen Härchen langsam an zu wachsen. Bis zu diesem Zeitpunkt sind oft bereits sechs bis acht Wochen vergangen. Die Haare sprießen in den Implantationsgebieten anfänglich nur recht spärlich und werden erst im Verlaufe der nächsten Monate dichter und kräftiger. Bis die erhoffte Fülle wirklich sichtbar wird, brauchen Sie eine gute Portion Geduld und Zuversicht.